In der heutigen Zeit bilden Halbwahrheiten, Fakenews und alternative Fakten die Basis für Auseinandersetzungen, die den Diskurs nicht in den Mittelpunkt stellen sondern die Verunglimpfung, Beleidigung und verbale Vernichtung des Diskussionsgegners zum Ziel haben. Besonders schwierig ist dabei der Umgang mit Meinungsäußerungen in sozialen Medien, auf die man nur verzögert reagieren kann, sofern man überhaupt (zu einem ausreichend frühen Zeitpunkt) davon Kenntnis erhält. 


Personen, die öffentlich Ämter bekleiden und ehrenamtliche Arbeit leisten, wird ein gewisser Argwohn, wenn nicht sogar offene Feindschaft entgegengebracht und jeder neue medial ausgetragene politische "Skandal"'befeuert diese Haltung. Andererseits besteht in der Öffentlichkeit das sich ausweitende Bedürfnis nach Transparenz und "wahren" Informationen, um zu einer eigenen Meinungsbildung gelangen zu können, die interessengeleitete Äußerungen von anderen Informationen unterscheiden hilft.


Aus diesem Grunde habe ich mich entschieden Transparenz zu meiner Funktion und meiner Person, soweit ich meine, dass die Informationen für meine Aufgabenerledigung relevant sind, auf dieser Seite zu veröffentlichen. Falls aus Sicht der Leserin/des Lesers die Transparenz nicht ausreichend hergestellt wurde, erbitte ich eine Rückmeldung auf 

beauftragter@kreis-pinneberg.de


Aufwandsentschädigung:

Für den zeitlichen Aufwand meiner Aufgabe als Beauftragter für Menschen mit Behinderungen im Kreis Pinneberg erhalte ich eine Aufwandsentschädigung aus dem Haushalt des Kreises von € 441,60 mtl. Für zusätzlich anfallende Kosten (z.B. Fachliteratur, Fortbildung etc.) bekomme ich eine Kostenerstattung, die durch das dem Behindertenbeauftragten zugewiesene Budget gedeckelt ist. In seltenen Fällen bekomme ich Kostenerstattungen/Aufwandsentschädigungen aus anderen Quellen, sofern ich z.B. eine Rede zum Thema Behinderung und Inklusion halte oder einen themenspezifischen Workshop bei Dritten leite. Weitere Zuwendungen erhalte ich persönlich nicht. Verträge mit Dritten, die im weitesten Sinne mit dem Thema Inklusion zusammenhängen, bestanden und bestehen nicht. Eine Versteuerung der steuerpflichtigen Anteile der Einnahmen sind für mich selbstverständlich.


Überschneidungen mit beruflichen Aktivitäten:

Meine Aufgabe als Beauftragter ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Es könnten Interessenkollisionen mit meiner beruflichen Tätigkeit auftreten. Aufgrund umfangreicher einzuhaltender Compliance-Regelungen meines Arbeitgebers, der Investitionsbank Schleswig-Holstein, erscheint mir eine Konfliktsituation unwahrscheinlich bzw. geregelt.


Überschneidungen mit privater Betroffenheit:

Ich bin Vater eines mehrfach behinderten Sohnes. Dadurch bin ich mit der Thematik von Menschen mit Behinderungen in Berührung gekommen und hatte mich deshalb auf die Ausschreibung des Kreises beworben. Es kann Überschneidung von Interessenlagen zwischen meinem Ehrenamt und einer möglichen familiären Betroffenheit geben. Diesen möglichen Konflikt haben wir in unserer Familie so besprochen, dass alle personenspezifischen privaten Klärungsbelange für unseren behinderten Sohn durch andere Familienmitglieder erfolgen, sofern nicht Gefahr in Verzug bzw. eine gesetzliche Verpflichtung zur Vertretung besteht oder eine andere Vertretung für eine Interessenwahrnehmung nicht zeitnah zur Verfügung steht. 


Grundeinstellungen und politische Interessenlagen:

Ich gehöre keiner politischen Partei an, interessiere mich aber für politische Entscheidungen und Aspekte auf allen regionalen Ebenen. Ich stehe auf Basis einer humanistischen Grundhaltung, der Grundrechtecharta der Vereinten Nationen und unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung für Freiheit, Selbstbestimmung und Meinungsvielfalt und unterstütze eine zielgerichtete Diskussionskultur. 

Verunglimpfungen von Personen, die andere Meinungen vertreten, Hasskommentare und absichtliche Falschinformationen lässt mein Toleranzrahmen nicht zu. Massnahmen, die zur Einschränkung von persönlichen Freiheiten führen, sollten immer nur ultima ratio sein. 

Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass eine Gesellschaft nicht funktionieren kann, wenn man ausschließlich Forderungen an sie stellt. Genauso essentiell ist eine Haltung, der Gesellschaft, im Rahmen der jeweiligen persönlichen Möglichkeiten, etwas zu Ihrem guten Fuktionieren zurückzugeben. Ich schätze die in Deutschland bestehende organisierte Stabilität der Lebensverhältnisse, wobei ich für bestimmte Personengruppen Verbesserungsbedarfe hinsichtlich ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sehe. Nach meiner Überzeugung ist Inklusion von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in unser gesellschaftliches Leben nur möglich, wenn die Nichtbenachteiligten auf lieb gewonnene Privilegien und Gewohnheiten dauerhaft verzichten.